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Sprachheilarbeit
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Janina Wilmskötter
Presbyphagie - im Alter wird alles schlechter? Das alternde Schlucksystem als Vorbild für die Dysphagietherapie
Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko für die Ausbildung einer Schluckstörung deutlich an. Dies ist zum einen auf die Häufung von Erkrankungen im fortgeschrittenen Alter zurückzuführen und zum anderen auf normale physiologische Veränderungen des Schluckaktes während des gesunden Alterungsprozesses. Letzteres Phänomen wird mit dem Terminus „Presbyphagie“ bezeichnet. Bei hinzutretender Erkrankung stellt die Presbyphagie eine Prädisposition dar, die die Entstehung einer Dysphagie begünstigt. Aufgrund zahlreicher altersbegleitender neuromuskulärer Änderungen im gesamten Schlucksystem können bei älteren Personen an vielen Stellen funktionell-strukturelle Änderungen beobachtet werden, die sich vermeintlich negativ auf den Schluckvorgang auswirken. Die Frage, die sich für klinische Dysphagiologen ergibt, ist, wie das alternde Schlucksystem es dennoch schafft, die auftretenden Verschlechterungen dergestalt zu kompensieren, dass merkkliche Gefährdungen der Atemwege und Beeinträchtigungen der Schluckeffizienz nahezu ausbleiben und das Schlucksystem weiterhin funktionsfähig bleibt. Hierbei spielen kompensatorische funktionelle Adaptationen des presbyphagischen Schlucksystems eine Rolle, die sich insbesondere im Bereich der Atemwegskoordination und -protektion abspielen. Diese Kompensationen im Rahmen des normalen Alterungsprozesses könnten möglicherweise Modell stehen für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze in der Behandlung von dysphagischen Patienten.

Ralf Glindemann
Individualisierte Kommunikationsbücher für die Sprachtherapie
Im aktuellen Kontext der Forderungen nach partizipationsorientierter Sprachtherapie erhalten längst zum Standardrepertoire gehörende therapeutische Ansätze eine neue Bedeutung. In diesem Artikel wird dargestellt und ausführlich erörtert, dass Patienten, denen es aufgrund ihrer Symptomatik (Aphasie, Dysarthrie, Sprechapraxie) nicht oder nur eingeschränkt gelingt, auf kommunikative Objekte zu referieren, durch spezifisch erarbeitete und individuell erprobte und beübte Kommunikationsbücher in die Lage versetzt werden können, wieder besser an ihren alltäglichen Lebenswelten teilzuhaben. Es werden wichtige Aspekte theoretischer Hintergründe, die Funktionen der Individualisierung des Therapiematerials, Kriterien für eine Idikation, das Verfahren der Erstellung und Einübung sowie der Evaluation des Gebrauchs individualisierter Kommunikationsbücher dargestellt. Dabei werden Erfahrungen hinsichtlich möglicher Inhalte solcher Bücher systematisch und ausführlich möglicher Inhalte solcher Bücher systematisch und ausführlich beschrieben und die Möglichkeiten erörtert, mit ihnen im Patientenalltag erfolgreicher zu kommunizieren. Um möglichst vielfältige Erfahrungen mit individualisierten Kommunikationsbüchern darstellen zu können, die anhand einer großen Patientengruppe gewonnen werden konnten, wurde auf einzelne Falldarstellungen bewusst verzichtet. Dadurch können mehr Variablen unterschiedlicher Bedingungen, verschiedener Vorgehensweisen und konkreter Ausgestaltungsmöglichkeiten von Kommunikationsbüchern beschrieben werden.

Anja Theisel
Hauptmerkmale eines entwicklungswirksamen Unterrichtsangebotes für sprachbeeinträchtigte Kinder in der Einschätzung von Experten.
Im Rahmen der Debatte um inklusive Beschulung behinderter Kinder und Jugendlichen gewinnt die Frage nach den Merkmalen eines für sprachbehinderte Kinder gewinnbringenden Unterrichts und den dafür notwendigen Kompetenzen der Lehrpersonen neues Gewicht. Unabhängig von der Frage der inklusiven oder zeitweise separierenden Beschulung von Kindern mit Spracherwerbsstörungen ist die Frage nach den Qualitätsmerkmalen „guten“ Unterrichts für diese Klientel von zentraler Bedeutung. Berichtet wird hier über die Ergebnisse einer Expertenbefragung zur Einschätzung der Bedeutsamkeit von Rahmenbedingungen, Merkmalen allgemeinen „guten“ Unterrichts und der Lehrperson sowie zu Qualitätsindikatioren sprachheilpädagogischer, unterrichtlicher Praxis. An der Fragenbogenstudie, bei der deutschlandweit Experten in Aus- und Weiterbildung zu Qualitätsmerkmalen sprachheilpädagogischer Praxis befragt wurden, nahmen 74 Personen teil. Die Ergebnisse zeigen u.a. die hohe Bedeutsamkeit fachspezifischer, auf die Lernentwicklung bei sprachlichen Behinderungen bezogenen Kompetenzen der Lehrperson. Zusammen mit der Befähigung in Kooperation und Beratung können diese einen qulitätsvollen, sprachhjeilpädagogischen Unterricht sicherstellen. Die Rahmenbedingungen müssen die Umsetzung dieser Kompetenzen ermöglichen, werden jedoch in ihrer Bedeutsamkeit nachrangig eingeschätzt.

Irina Ruppert-Guglhör
Auf Wiedersehen Grundschule - Neue Schule, ich komme! Übergänge gestalten - fächerübergreifende Bausteine zur Vermittlung notwendiger Fähigkeiten für einen gut vorbereiteten Übertritt an die weiterführende Schule, erarbeitet in einer 4. Klasse einer Schule zur Sprachförderung
Der Übertritt von der 4. Klasse in die weiterführenden Schulen ist für alle Beteiligten eine spannende Angelegenheit. Dabei birgt er sowohl Chancen als auch Risiken für die Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen. Damit die Kinder diesen wichtigen Entwicklungsschritt erfolgreich meistern, benötigen sie intensive Begleitung und neben den kognitiven Voraussetzungen vor allem sprachliche, soziale und emotionale Fähigkeiten. Eine Möglichkeit den Übergang positiv zu gestalten, wird in diesem fächerübergreifenden Konzept vorgestellt.

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Locker Bleiben
Sozialtraining für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf - Handlungsorientierte Methoden zum Sozialen Lernen und zur Gewaltprävention |
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Handwerkliche und gestalterische Techniken
Anleitung für Ausbildung und Praxis in der Ergotherapie |
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