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Aktuelle Ausgabe



Heft 1/2018



Hans-Joachim Motsch

Evidenzbasierte Praxis - das Ende der sprachtherapeutischen Methodenfreiheit?

„Evidenzbasiert“ steht als Modevokabel in der Gefahr, von ambivalenten Bedenkenträgern falsch verstanden und totgeredet zu werden.
Die Diskussion hat oft wenig mit der sprachtherapeutischen Realität einerseits und mit sprachtherapeutischen Forschung andererseits zu tun.
Für den Autor ist das Erbringen von Wirksamkeitsnachweisen für sprachtherapeutische Methoden als ethisches Muss eine Selbstverständlichkeit.
Evidenzbasierte Praxis wird zum Beginn einer begründeten sprachtherapeutischen Methodenwahl.



Tanja Ulrich

„Ist das noch normal?“
Robuste empirische Daten zum Grammatikerwerb vier- bis neunjähriger Kinder

„Ist das noch normal - dass mein Kind so spricht, dass es bestimmte grammatische Strukturen nicht korrekt verwendet?“, diese Frage wird uns als Fachpersonal von Eltern immer wieder gestellt. Doch was ist eigentlich „normal“ hinsichtlich des Grammatikerwerbs?
Um sprachdiagnostische Entscheidungen treffen zu können, benötigen wir empirisches Grundlagenwissen über den Verlauf des ungestörten, des „normalen“ Grammatikerwerbs. Dieses dient zudem als Referenzrahmen für die Abteilung von Therapie- und Förderzielen sowie die konkrete Planung von Interventionsmaßnahmen, im Rahmen des multizentrischen Forschungsprojekt GED 4-9 wurden repäsentative, empirisch robuste Daten zu den grammatischen Fähigkeiten deutschsprachiger Kinder im Alter zwischen vier und neun Jahren erhoben.
Die Daten tragen dazu bei, ein umfassenderes Bild der grammatischen Fähigkeiten deutschsprachiger Kinder zu erhalten und das bislang vorhandene Wissen einer empirischen Überprüfung unterziehen zu können.



Andreas Mayer

ESGRAF: Vom spieldiagnostischen Screening zum psychometrischen Testverfahren

Bei den drei bislang veröffentlichten ESGRAF-Versionen (Motsch 1999, Motsch 2009a, Motsch/Rietz 2016) handelt es sich um weithin bekannte und anerkannte spieldiagnostische Instrumente zur Erfassung grammatischer Fähigkeiten.
Die 2016 veröffentlichte normierte Version ESGRAF 4-8 (Motsch/Rietz 2016) stellt in diesem Zusammenhang das Ergebnis einer mindestens zwanzig Jahre andauernden Forschungstätigkeit dar, die das Ziel verfolgte, die therapierelevante Erfassung grammatischer Schwierigkeiten zu optimieren und dem Anwender ein möglichst zuverlässiges, valides und ökonomisches Verfahren zur Verfügung zu stellen.
Bei allen bislang veröffentlichten Versionen handelt es sich um spielerische, kindgemäße Situationen, innerhalb derer obligatorische Kontexte geschaffen werden, die Kinder motivieren sollen, Äußerungen mit den syntaktisch-morphologischen Strukturen zu produzieren, die grammatisch gestörte Kinder erfahrungsgemäß vor die größeren Schwierigkeiten stellen.
Dieser Beitrag soll die Entwicklung dr ESGRAF-Diagnostik vom spieldiagnostischen Screening zum standardisierten, normierten Verfahren skizzieren.
Ergänzend zu den drei eben benannten Verfahren existiert auch noch ein ESGRAF-Auswertungsbogen für das Schweizerdeutsche, und mit ESGRAF-MK (Motsch 2011) wurde ein Test entwickelt, mit dem softwaregesteuert die muttersprachlichen grammatischen Fähigkeiten von mehrsprachigen Kindern in den fünf häufigsten Migrationssprachen (Italienisch, Russisch, Türkisch, Griechisch und Polnisch) erfasst werden können.
Auf diese beiden Verfahren wird an dieser Stelle nicht eingegangen.



Margit Berg

Kontextoptimierung -
Die Therapie grammatisch gestörter Kinder auf dem Weg zum Goldstandard

Die von Hans-Joachim Motsch entwickelte „Kontextoptimierung“ Stellt eine effektive Therapiemethodik dar, mit der die grammatischen Fähigkeiten von Kindern mit Spracherwerbsstörungen gefördert werden können.
Von Anfang an wurde die Entwicklung der Methode durch die Evaluation des Therapieerfolgs begleitet. Dabei wandelte sich das Studiendesign im Laufe der Jahre und entwickelte sich von ersten Einzelfallstudien bis hin zu Gruppenstudien unter Einbezug von Kontrollgruppen und zu einer randomisierten Studie. Der Beitrag zeigt diesen Weg zur Evidenzbasierung der Kontexoptimierung auf, an dessen Abschluss die Erkenntnis steht, das es sich hierbei um eine effektive Methode der Kindersprachtherapie in unterschiedlichen Altersgruppen und für alle überprüften grammatische Zielstrukturen handelt.



Dana-Kristin Marks

Konzeption und Evidenzbasierung der Strategietherapie „Wortschatzsammler“ für Kinder mit lexikalischen Störungen

Zu den größten Forschungsprojekten in Hans-Joachim Motschs wissenschaftlichen Schaffen gehört zweifelsohne die Entwicklung und Evaluierung einer neuen Therapiemethode für Kinder mit lexikalischen Störungen.
Die „Wortschatzsammler“-Strategietherapie findet bereits bei vielen Sprachtherapeuten und Spracheilpädagogen in der Praxis Anwendung.
Anlässlich der Emeritierung von Prof. Motsch blickt der Artikel auf den mittlerweile zehnjährigen Forschungsprozess zurück und fasst die Schritte auf dem Weg zur Evidenzvasierung dieses neuen Wegs des Wortlernens in der Therapie von Kindern mit lexikalischen Störungen zusammen.



Nitza Katz-Bernstein

Idiographische Betrachtungsweise des Stotterns -
Einschätzung ihrer Aktualität

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob die einstmals innovative, „idografische Betrachtungsweise“ die als Metatheorie des Stotterns vorgestellt wurde (Motsch 1983, 1992), heute noch aktuelle ist. Dafür werden die Grundsätze und die innovativen Aspekte des amaligen Ansatzes hinsichtlich der Ätiologie und der Therapie vorgestellt, um sie danach mit einigen aktuellen Studien sowie Erkenntnissen und therapeutischen Zielen zu vergleichen.
Es wird klar, dass die gesamte Forschung und die aktuellen Therapieansätze genau in diese Richtung zielen: DEN Stotternden gibt es nicht, sondern ein individuell geprägtes Phänomen, das sowohl in der Diagnostik als auch beim therapeutischen Vorgehen ein „idiografisches“ Vorgehen verlangt.



Vorschau: Heft 2/2018

Sinikaa Föllner
(Basisartikel)


Elizabeth Kuegeler Wolters
PROMPT


Aila Makdissi
Das Dyspraxieprogramm für Kinder – Therapie nach dem niederländischen Programm für Kinder mit einer verbalen Entwicklungsdyspraxie


Isolde Wurzer
TOLGS® bei VED – Verbale Entwicklungsdyspraxie mit Lautgesten erfolgreich therapieren


Beate Birner-Janusch
Beobachtungsebenen und Untersuchungsmöglichkeiten bei kindlicher Sprechapraxie/verbaler Entwicklungsdyspraxie in der Schuleingangsphase


Ulrike Becker Redding
KoArt – ein Therapieansatz bei VED und anderen sprechmotorischen Aussprachestörungen


Cornelia Reuß
Die Assoziationsmethode nach McGinnis bei verbaler Entwicklungsdyspraxie und eine Modifikation für die heilpädagogische Arbeit


Anne Schulte-Mäter
VEDIT



(Themenänderung vorbehalten)
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