Anouk Brucker, Jana Napolitano
Besondere Herausforderungen erfordern besondere Lösungen – Eine Handreichung für Mneschen mit Ehlers-Danlos-Syndromen
Im Rahmen des Praxismoduls „Projektwerkstatt“ an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur (CH) sensibilisierten die Autorinnen Gesundheitsfachpersonen für die Ehlers-Danlos-Syndrome. In Zusammenarbeit mit der Praxis für Handrehabilitation und Ergotherapie GmbH wurde eine Broschüre über die Bedürfnisse und Herausforderungen von Betroffenen erstellt.
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Elisabeth Wallner, Manuela Ludwig
Von Burnout zu Balance – Die Rolle von Mindfulness-Based Stress Reduction für Gesundheitspersonal
Personen in Gesundheitsberufen arbeiten oft unter belastenden Bedingungen und sind deshalb einem erhöhten Burnout-Risiko ausgesetzt (Hämmig 2018, S. 19). Um dem entgegenzuwirken, kommen zunehmend achtsamkeitsbasierte Programme wie Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) zum Einsatz (Kern et al. 2024, S. 1281). In einem achtwöchigen Achtsamkeitsprogramm reflektieren die Teilnehmer*innen ihr Verhalten in Bezug auf Stress (Institut für Achtsamkeit 2025). Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde der Frage nachgegangen, welche Effekte MBSR auf Burnout-Symptome bei Gesundheitspersonal hat.
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Nicole Boschan, Wolfgang Siepen
Missbrauch und Trauma überwinden – Ressourcenaktivierung mit Wahrnehmungsanleitungen nach dem BAASIS®-Konzept
Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit zu erreichen, ist für Betroffene von emotionalem/narzisstischem Missbrauch ein bedeutsames Ziel. Auch Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung oder Long-COVID profitieren seit einigen Jahren von dem achtsamkeitsbasierten Behandlungsansatz des BAASIS®-Konzepts. Die spezifischen Wahrnehmungsanleitungen bewirken nicht nur eine tiefe Entspannung, sondern eignen sich ganz besonders zur Aktivierung der den Patient:innen selbst inne liegenden Ressourcen und Selbstheilungskräfte.
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Ann-Kathrin Blank
Mangelware Therapie- und Rehaplätze Teil 2: „Exitus demonstratus“
Im vorangegangenen Fachartikel (praxis ergotherapie 4/2025, S. 208ff.) hat die Autorin den Status Quo Deutschlands in Bezug auf den Mangel an Therapie- und Rehaplätzen beschrieben. In diesem Beitrag widmet sie sich möglichen Lösungsmöglichkeiten – auch mit Blick auf die Gesundheitsversorgung im internationalen Vergleich. Im deutschen Gesundheitswesen ist es nicht „fünf vor zwölf“, sondern mindestens „halb eins“. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um zeitnahe Therapien, ambulante und stationäre Rehabilitation zu ermöglichen und somit das deutsche Gesundheitswesen effizienter und effektiver bei einem deutlich verbesserten Outcome zu machen. |  |
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Steffen Kersken
Interdisziplinäres Arbeiten mit der Ergotherapie in der Psychiatrie – vom Nischentier zum Therapieallrounder
Der Fachartikel beleuchtet die Rolle der Ergotherapie in der interdisziplinären Arbeit in der Psychiatrie und zeigt, wie sie vom Nischentier zum zentralen Therapieallrounder geworden ist. Historische Hintergründe und die Entwicklung der Ergotherapie verdeutlichen ihre wachsende Bedeutung in ganzheitlichen Behandlungskonzepten. Vorteile, wie verbesserte Teamarbeit, Ressourcenschonung und Patient*innenförderung, werden möglichen Nachteilen wie Kompetenzüberschneidungen oder Hierarchieproblemen gegenübergestellt. Verschiedene Gruppenformate, Methoden und Settings demonstrieren, wie Ergotherapeut*innen in Zusammenarbeit mit Psychiater*innen, Sport-, Musik- oder Kunsttherapeut*innen den Therapiealltag bereichern. Praktische Übungen zeigen, wie Kreativität, Alltagsnähe und individuelle Anpassung gezielt Denkprozesse, Selbstständigkeit und Ressourcen der Patient*innen fördern.
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Simone Paulyn
Wenn nichts mehr greift – Wie die Carbonhand das Greifen wieder möglich macht
Wenn die Hände an Kraft verlieren oder das Greifen Schmerzen bereitet – etwa durch Paresen, Rheuma oder Arthrose –, wird jeder Handgriff zur Herausforderung. Hilfsmittel, die funktionell unterstützen und dabei die Sensorik nicht einschränken, sind selten. Wie der sensorgesteuerte bionische Handschuh „Carbonhand“ Menschen mit neurologischen oder orthopädischen Einschränkungen neue Wege zum Greifen eröffnet, wird in diesem Fachartikel anhand von drei Fallbespielen dargestellt.
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Kathrin Schmidt
Sensorische Einrichtungskonzepte für Praxisräume – oder warum eine Besenkammer kein Pausenraum ist
Haben Sie schon einmal bewusst wahrgenommen, wie Praxisräume auf Sie wirken? Was in Ihnen vorgeht, wenn eine Umgebung positive Ausstrahlung und angenehmen Einfluss hat? Oder können Sie sich eher an Räume und Umgebungen erinnern, die in Ihnen einen unbewussten Fluchtreflex und Anspannung ausgelöst haben? Raumwirkung ist einerseits subtil und andererseits sehr ungefiltert. Keiner kann sich dieser Wirkung entziehen, denn die Faktoren sind direkt mit unserem Organismus verknüpft. Ein gut gestaltetes Umfeld bedient weit mehr als nur unseren Wunsch nach Ästhetik. Es geht um ein ausbalanciertes Reizniveau. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie sich die einzelnen Komponenten nicht nur auf Patienten auswirken, sondern auch auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Therapeuten sowie ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz.
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Gisela Blümmert
Glück und Zufriedenheit
Manche Menschen scheinen für das Glücklichsein geboren zu sein, während andere schon als Kinder mit ihrem Schicksal hadern. Die gute Nachricht – selbst wenn Sie zu den weniger für Fortuna begabten Menschen gehören, können Sie eine Menge unternehmen, um Ihr Glücksempfinden zu verbessern. Die Prinzipien einer glücklichen Lebensführung sind hinreichend wissenschaftlich erforscht: Sozialkontakte, bereichernde Tätigkeiten, Erkenntnis und Einsatz eigener Stärken, Leben im Augenblick, Konzentration auf das Wesentliche, Gelassenheit, Wahrnehmung von Glück. Und welche dieser Stellschrauben wollen Sie als erste in die richtige Richtung drehen? Es lohnt sich! Glückliche Menschen werden seltener krank und leben länger.
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