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verlag modernes lernen Borgmann GmbH & Co. KG


Aktuelle Ausgabe



Heft 1/2018



Günther Emlein

Etiketten-Schwindel.
Zur Dekonstruktion von „Verhaltensauffälligkeit“

„Verhaltensauffälligkeit“ Jugendlicher wird üblicherweise an einzelnen Menschen festgemacht, und diese Menschen werden entsprechend so unterstützt, dass sie ihre Auffälligkeit aufgeben. Der Autor entwickelt hierzu eine Alternative. Die Systemtheorie und das Verfahren der Dekonstruktion zeigen, dass Beschreibungen wie „Verhaltensauffälligkeit“ Unterscheidungsprämissen unterliegen, die man für Revisionen des Begriffsinventars nutzen kann. Das Etikett „Verhaltensauffälligkeit“ entsteht im Bereich des Sozialen, der Kommunikation, es ist nicht an typische Eigenschaften geknüpft, sondern es löst spezifische kommunikative Probleme, an denen mehrere Individuen beteiligt sind.
Der Beitrag stellt Konsequenzen für den Umgang mit „Verhaltensauffälligkeit“ vor.



Marina Barz

Wenn Normen driften: die Zuschreibung von Auffälligkeit

Das Verhalten von Jugendlichen ist überwiegend auffälliger, brutaler geworden, so wird es in der Gesellschaft, in der Schule und auch in Medien oft diskutiert und berichtet. Der Respekt der Kinder und Jugendlichen von traditionellen pädagogischen Rollen ist in den letzten Jahren geringer geworden, die traditionellen Rollen greifen heute kaum noch.
Das bringt LehrerInnen oft an ihre Grenzen, sie werden unzufrieden oder entwickeln ein Burn-Out-Syndrom.
Vielen LehrerInnen gelingt es jedoch, über die Jahre ihre Begeisterung in Leidenschaft für ihren Beruf zu bewahren.
In diesem Artikel wird untersucht, wie unterschiedliche Wahrnehmungen des Verhaltens der SchülerInnen entstehen. Verhaltenswahrnehmungen und deren jeweilige Beurteilung erfolgt immer durch einen Beobachter. Das macht es so wichtig, dass die verschiedenen Perspektiven aller BeobachterInnen ausgetauscht werden und ein gemeinsames Verständnis von akzeptablem Verhalten erarbeitet wird, um übereinstimmende Konventionen hinsichtlich der Wertung von Umgangsformen zu schaffen. Im Anschluss werden verschiedene Modelle von Unterrichtsgestaltung vorgestellt, die dabei sicher hilfreich sind. Sie alle berücksichtigen die Bedürfnisse und Interessen der SchülerInnen und nehmen diese stärker in die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess.
Das soziale Verhalten innerhalb der Schulgemeinde ist dann nur ein weiterer relevanter Lernaspekt. Es werden einige Faktoren aufgezeigt, die den Weg vom traditionellen Unterricht zu anderen Formen markieren. So kann auch unter stark veränderten Bedingungen die gemeinsame Lernreise von LehrerInnen und SchülerInnen erfolgreich werden.



Stefan Fischer

Wer blickt mit wem wie wohin? -
Eine auch systemische Betrachtung von Schulsozialarbeit an der Wedding-Schule in Berlin

Das System Schule ist komplex. Schulsozialarbeit stellt eine Erweiterung der Jugendhilfe dar. Schule und Jugendhilfe ist an vielen Orten zusammengerückt und soll miteinander kooperieren. Im Sinne der Kinder und Jugendlichen.
Was für Voraussetzungen, Bedingungen und Prozesse scheinen notwendig zu sein?
Welche Formen des Zusammenarbeitens und -wirkens wären hilfreich und sinnvoll? Und welche Aufgabe kann dabei die Schulsozialarbeit haben? Durch die Beschreibung der Implementierung des Konzepts der „Neuen Autorität“ an einer Grundschule in Berlin-Wedding versucht dieser Artikel dies erfahr- und erlebbar zu machen.



Silke Abt

Systemische Traumpädagogik in der Schule

Der Sichere Ort Bildungsinstitution ist die Basis für eine gesunde Lern- und Beziehungsentwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Wenn Schüler/innen Traumatisierungen in ihren Biographien haben, zeigen sie im Schulalltag häufig Verhaltensweisen, die das pädagogische und lehrende Personal stark herausfordern.
Re-Orientierungstechniken aus der Systemischen Traumpädagogik in Verbindung mit Systemischen Grundhaltungen und sich daraus ergebenden Interventionen bieten neue Handlungsoptionen im Umgang damit.
Für die SchülerInnen entsteht so eine sichere Umwelt, die ihnen ermöglicht, in eskalierenden Situationen auf eigene stabilisierende Ressourcen zurückgreifen zu können und Selbstwirksamkeit im eigenen Handeln zu erleben.



Inge Singer-Rothöft

Schule mit systemischem Leuchten - kann das gehen?
Eine praktisch begründete theoretische Zukunftsorientierung

Der Beitrag beschäftigt sich, auf der Basis einer langjährigen praktischen Erfahrung in der Schulsozialarbeit und der theoretischen Auseinandersetzung mit den Ansätzen einer konstruktiv-systemischen Sicht, mit dem System Schule.
Mit systemischen Fragestellungen und praktischen konzeptionell-pädagogischen Bausteinen werden Antworten auf die Frage gesucht, wie ein systemisches Leuchten den Arbeitsplatz Schule für alle Beteiligten erhellen könnte.



Mathias Berg

„... wie kommen die PsychologInnen dazu, sie hätten den gesellschaftlichen Blick erfunden?!...“ -
Eine Replik zum Gedankenaustausch von Peter Kaimer und Wolfgang Loth über systemische Therapie und Gemeindepsychologie

In den vergangenen drei Jahren nehme ich einen interessanten Veränderungsprozess in der systemischen Community wahr oder zumindest bei einem verbandsmäßig organisierten Teil der Kolleginnen und Kollegen.
Das Gesellschaftliche, das Politische greift (sich seinen) Raum. Plötzlich ist die Rede von Armut, von sozialer Gerechtigkeit und von gesellschaftlichen Schieflagen. Oder ist das gar nicht so plötzlich, gar keine wirkliche Veränderung? Ist und war systemische Beratung und Therapie nicht per se an (äußeren - auch gesellschaftlichen -) Kontexten interessiert und arbeiten nicht schon immer auch sozialpolitisch engagierten SystemikerInnen mit Menschen in sozialen Notlagen (vgl. „Ökosystemische Interventionen“ in von Schlippe & Schweitzer 2012, S. 395).
Peter Kaimer und Wolfgang Loth jedenfalls ergründen in ihrem E-Mail-Gedankenaustausch Verbindendes und Trennendes von systemischer Therapie und Gemeindepsychologie: „Was denkst Du, wie kommt es, dass Gemeindepsychologie und die systemischen Perspektiven so aneinander vorbei leben? Eigentlich hätten sie sich doch viel zu sagen, oder?“ fragt Wolfgang Loth (S.143). In einem fachlich fundierten Dialog spannen die beiden Autoren dann verschiedene Seiten zu menschlichen Problemlagen und der ihnen innewohnenden individuellen bzw. gesellschaftlichen Verursachung und Beantwortung auf. Allein der Titel macht schon neugierig, und es könnte auch mit der Frage entgegnet werden: „Wieso müssen die SystemikerInnen überhaupt erst den gesellschaftlichen Blick (er)finden?“



Vorschau: Heft 2/2018

Corina Ahlers
Gendered Perspective: Gedankensplitter einer systemischen Therapeutin im Zusammenleben mit syrischen Flüchtlingen


Diskussion – Martin Rufer und Wolfgang Loth
„Zurück in die Zukunft“ – zwischen Selbstorganisation und Wunschvorstellung. Eine E-Mail Konversation


Mareike Stauder
„Fließend Pantomimisch“ – Interaktionen mit geflüchteten Jugendlichen einfach gestalten


Andreas Wahlster im Gespräch mit Barbara Wachendorff
„Immerhin sind wir hier sicher“ – Ein Interview zu einer Theaterproduktion mit geflüchteten Frauen


Stephan Kirschbaum
Ambulant betreutes Wohnen mit türkischstämmigen Migrantinnen und Migranten


Ahmet Toprak
Türkeistämmige Mädchen in Deutschland – Erziehung – Geschlechterrollen – Sexualität



(Themenänderung vorbehalten)
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