Andrea Erkert
Bald bin ich ein Schulkind Kinder optimal auf den Schulanfang vorbereiten
Das letzte Kindergartenjahr ist für die Kinder spannend und aufregend zugleich. Sie gehören nun zu den Großen und freuen sich über speziell für sie stattfindende Aktionen, die sich mit dem Schulanfang befassen. Für einen erfolgreichen Schulstart brauchen Kinder kognitive, sprachliche, motorische, soziale, emotionale und kreative Kompetenzen. Zudem sollten sie über eine gute Konzentrationsfähigkeit und Ausdauerbereitschaft verfügen sowie sich selbst organisieren lernen und wissen, weshalb zu viel kreatives Chaos am Arbeitsplatz nicht gerade förderlich für das Lernen ist. Indem die Kinder üben, wie man lernt, und auch wissen, wofür sie es tun, sind sie höchst motiviert und bleiben länger bei einer Sache. Jedes Kind ist natürlich anderes, folgt seinem eigenen Entwicklungsplan, macht unterschiedlich schnell Fortschritte und entwickelt dabei die relevanten Kompetenzen, die es nicht nur für sein schulisches Weiterkommen braucht. Dementsprechend werden in diesem Beitrag praxisorientierte Beispiele für Kinder ab dem 5. Lebensjahr vorgestellt (Erkert, 2022). Miteinander sollen sie sich so grundlegende Bildungsinhalte erschließen und relevante Kompetenzen entwickeln. |  |
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Hanna Winkler
Psychomotorik im Spektrum – „autismusfreundliche“ Rahmenbedingungen im Einzelsetting
Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) weisen Besonderheiten im Prozess der Informationsverarbeitung auf und zeigen sensorische Über- oder Unterempfindlichkeiten. Der TEACCH-Ansatz ist in der Förderung von Menschen mit ASS ein etablierter Ansatz, dessen Prinzipien sich gut mit denen der Psychomotorik vereinbaren lassen. Dieser Fachartikel zeigt auf, welche zielgruppenspezifischen Bedürfnisse sich aus der Symptomatik ableiten lassen und wie Strukturierung im Sinne des TEACCH-Ansatzes im Psychomotorischen Einzelsetting umsetzbar ist.
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Renate Zimmer
Sprechfreude wecken – über Bewegung die Sprache entdecken
Die Freude am Sprechen, am Austausch und der Kommunikation stellt eine wesentliche Voraussetzung zum Erwerb der Sprache dar. Dies gilt auch und insbesondere für den Erwerb einer anderen als der Familiensprache. Kinder entwickeln Freude an Sprache und Sprechen, wenn sie sich in ihrer Umgebung wohlfühlen, wenn sie Vertrauen in ihre Bezugspersonen aufgebaut haben, wenn sie Gelegenheiten zur freudvollen Interaktion mit anderen Kindern haben. Der Erwerb einer neuen Sprache gelingt darüber hinaus umso besser, je mehr dies an bedeutsame Situationen geknüpft ist, je mehr die Sprachlernsituationen in motivierende Kontexte eingebunden sind. Daher gilt es, „echte“ sprachanregende Situationen als Grundlage für Kommunikation und Interaktion zu finden. |  |
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Jonathan Huwyler
Wartelisten in der Psychomotoriktherapie – Ein hochgefragtes Angebot mit limitierten Ressourcen. Eine retrospektive Mixed-Methods-Untersuchung einer Schulgemeinde in der Deutschschweiz
Psychomotoriktherapie ist ein zentraler Bestandteil der schulischen Sonderpädagogik in der Schweiz. Sie richtet sich an Kinder, die in ihrer motorischen, emotionalen oder sozialen Entwicklung Unterstützung benötigen (EDK, 2023). Die schulnahe Verortung ermöglicht eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Eltern, was eine hohe Passung zwischen schulischem Alltag und therapeutischen Prozessen schafft. Zugleich zeigt sich ein wachsender Druck auf die Versorgungsstrukturen: Die Zahl der Anmeldungen steigt, während Ressourcen begrenzt bleiben. Dadurch entstehen Wartezeiten, die die Chancengleichheit im Zugang zu Förderung gefährden und die Arbeitsbelastung der Fachpersonen erhöhen (Lippmann et al., 2018). |  |
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Thorsten Späker
Kooperative Abenteuerspiele in der psychomotorischen Bewegungstherapie – NEO-Code X: Gemeinsam gegen die Matrix
Kooperative Abenteuerspiele haben in der psychomotorischen Praxis einen großen Reiz, da sie insbesondere für Jugendliche die Motivation fördern können, sich mit Themen der Beziehungsgestaltung in der Gruppe auseinanderzusetzen. In eine spannende Rahmengeschichte verpackt, die sich an der Lebenswelt der Klient:innen orientiert, bieten sie das Potential, Gruppenthemen zu veranschaulichen und bearbeitbar zu machen. In diesem Beitrag wird nach einigen grundlegenden Überlegungen die Spielsequenz „NEO-Code X: Gemeinsam gegen die Matrix“ vorgestellt. | |
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Sabrina Urban
Förderung des Selbstkonzepts von Kindern in der Volksschule durch psychomotorische Spiele
Psychomotorische Spiele stellen einen zentralen Ansatz ganzheitlicher Entwicklungsförderung im Volksschulalter dar. Dieser Beitrag untersucht, inwiefern psychomotorische Spiele zur Stärkung des Selbstkonzepts von Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren beitragen können. Auf Basis zentraler Konzepte der Psychomotorik, der Selbstkonzeptentwicklung sowie der Spielpädagogik werden maßgebliche Wirkmechanismen herausgearbeitet. Darauf aufbauend werden praxisnahe Implikationen für den schulischen Alltag abgeleitet und konkrete Handlungsempfehlungen für die Umsetzung psychomotorischer Spiele in der Volksschule formuliert. |  |
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Elke Opper, Elisa Schnorr, Alexia Kaiser
Tanz zu dir selbst! Spielerisch den Körper im Raum wahrnehmen
Der Beitrag zeigt exemplarisch, wie das Prinzip Körper im Raum zur Förderung von Körperwahrnehmung durch Tanz im Grundschulalter umgesetzt werden kann. Als erster Praxisartikel der vierteiligen Reihe wird anhand einer erprobten Unterrichtsstunde aufgezeigt, wie Kinder Raum durch Tanz aktiv erfahren und gestalten. Ergebnisse einer multiperspektivischen Auswertung aus Kinder- und Lehrkraftperspektive geben Einblicke in Lernprozesse und die praktische Umsetzbarkeit des Prinzips im (schulischen) Unterrichtsalltag. |  |
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Christiane Bohn
Förderung auf „wackeligen Beinen“? – Die Bedeutung der Propriozeption für die psychomotorische Praxis
Propriozeption, auch Tiefen- oder Eigenwahrnehmung, ist die Fähigkeit, Bewegungen auch ohne visuelle Kontrolle und mit dem richtigen Krafteinsatz auszuführen. Dazu werden über die Propriozeptoren und das Gleichgewichtsorgan Sinnesreize aus dem Körperinneren im zentralen Nervensystem verarbeitet. Eine Verfeinerung der Propriozeption bedeutet eine verbesserte Integration der Reize im Gehirn. In den ersten Lebensjahren erfolgt die Tiefenwahrnehmung noch unbewusst, mit zunehmendem Alter kann sie ins Bewusstsein gehoben werden. Die Förderung erfolgt über Bewegung, die wiederum auch zu einer verbesserten Wahrnehmung führt. |  |